Warum wir mit Freizeit nichts anfangen können

Wenn das Ziel so nah ist und doch so fern...

Heute ist wieder einer dieser Tage. Ich wusste es schon, als der Wecker geklingelt hat. Alles in mir zog sich zusammen. Ich wollte nicht aufstehen. Ich wollte mich in meinem sicheren geschützen Bett wieder einkuscheln. Hier bin ich sicher und hier bin ich gehalten. Hier ist es warm und hier bin ich für mich. 

Aber keine Chance. 

Ich höre schon wie sie mich rufen. Wie es klirrt und knallt. Und wieder spannt sich alles in mir zusammen. Ich bin genervt und ich will einfach nicht mehr. 

Aber ich habe keine Chance. 

Ich muss. So wie ich jeden Tag muss.  Sie bestimmen mein Leben und ich funktioniere. 

Stell dir einen Tag vor, an dem du ausschlafen kannst, an dem du bestimmst, wie du diesen Tag verbringst, nur du, deine Zeit und dein Tag! 

  • Was tust du? 
  • Wie füllst du deinen Tag? 
  • Was sind die Dinge, die dir wirklich Spaß machen? 

Eigentlich wünschen wir uns solche Tage, an denen wir einfach sein können, an denen wir nicht von außen fremdbestimmt sind und wie mit Fernsteuerung funktionieren. Aber was passiert, wenn wir diesen Tag einfach so geschenkt bekommen? 

Genau - wir können im ersten und auch im zweiten und dritten Moment gar nichts damit anfangen - denn wir sind nicht mehr in unserem gewohnten Ablauf und so schnell können wir gar nicht umschalten. 

  • Was macht mir denn eigentlich Spaß? 
  • Was habe ich denn früher gemacht, als ich noch Zeit für mich hatte? 
  • Und erfüllt mich das heute noch? 
  • Gefühlt 20 Jahre später? 

Während wir so grübeln und die Rufe und das Klirren und das gebraucht werden vermissen und darüber nachdenken, was wir mit dem Tag anfangen könnten vergeht die Zeit und der Tag ist schon wieder vorrüber, ohne das wir ihn genutzt haben - und morgen ist wieder einer dieser Tage.....

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Wenn du beginnst, jeden Tag eine kleine Sache für dich zu machen - einen Kaffee in der Stille genießen, ein Buch aussuchen, das du magst, Yoga oder Meditation, einen Spaziergang.... dann beginnst du mit kleinen Schritten ein Gefühl dafür zu bekommen, was dir Spaß macht und was dir deinen Ruhemoment bringt. Was dir dich wieder näher bringt. Dich fühlen lässt, wer du eigentlich bist und warum du hier bist. 

Wir wollen oft immer die große Veränderung in unserem Leben - sind aber noch gar nicht so weit, diese Veränderung dann auch tatsächlich leben zu können. Wir sind überfordert damit und unser ganzes System kann damit nicht umgehen. Dieses große Ziel ist zu schnell gekommen (wie ein Millionen Lottogewinn, der Ruck Zuck wieder weg ist und ich hinterher ärmer bin als vorher) - wie gewonnen so zerronnen. 

Die meißten von uns brauchen den Weg zum Ziel, um das Ziel dann auch wirklich leben und genießen zu können. 

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>Der Weg ist das Ziel<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Deshalb fang im kleinen an! Schaff dir deine kleinen Wohlfühlmomente. Erkenne damit was dir Freude macht, wo du deinen Ruheort in dir hast und genieße den Moment. Diese kleinen Schritte - diese kleinen Momente dürfen wachsen und in deine Komforzone Einzug erhalten, um dich darauf vorzubereiten, was sein kann und was sein wird.